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[key] Richtig Reisen mit Instrumenten, update

Autor: Andreas Lobinger

Aloha,

unter dem obigen Subject hab ich seinerzeit hier mal rumgefragt,
was man denn so alles falsch machen kann und auch einige
gute Hinweise bekommen.

Nun, nachdem wir unsere Reise und auch den Auftritt hinter uns haben
(wobei ein Teil meines aufgegeneben Gepäcks i.M. noch reist...) ein
paar Worte dazu wies ablief.

An dieser Stelle würde ich nun ein paar Worte verlieren wollen,
welchen Auskünften der Fluglinie man trauen darf und welchen nicht,
aber die können da wahrscheinlich auch nichts machen, da die
Hauptschuld beim Umsteigeflughafen liegt, den diese Linie
allerdings betreibt...

Unsere Situation:
Mit Gitarre (normales Case), Bass (Tasche), Gitarrenrack (4HE, Softbag)
und Keyboard Expander (19, 4HE, Koffergröße) von hier (MUC) nach
Newark (EWR) über London (LHR).

Um Zollgeschichten hatten wir uns, teilweise mangels Zeit, teilweise
wegen egal nicht speziell gekümmert. Unser Schlagzeuger hatte mit
einer anderen Band mal das ganze Verfahren wegen Reise in die Tschechei
mit Canet und Verplomben beim Zollamt durchgeführt (da is es wohl
tatsächlich nötig) und war der USA wegen eher optimistisch.
Wir haben soweit als möglich Rechnungen mitgeführt, so richtig
interessiert hat das aber keinen.

Hinflug
Beim Hinflug hatten wir Gitarre, Rack, Key-Expander mit Fragile
Anhänger versehen als Sperrgepäck aufgegeben. Den Bass mit in die
Kabine. Der Sicherheitscheck in München war (natürlich) der
aufwendigste. Sieht übrigens interessant aus, so ein geröngter
Bass. Die Regelung mit nur 1 Handgepäckstück scheint eher von den
Fluggesellschaften auszugehen, denn von den Sicherheitsleuten.

Der Bass liess sich ohne Probleme im Airbus im Handgepäckfach
unterbringen (da gibts lange und kurze) in der Boing in der
1. Klasse Garderobe.

Als etwas kritischer sahen wir dann dem Imigration Office in USA
entgegen, wir hatten speziell dafür vom Veranstalter einen
Brief erhalten in dem die Konzertsituation (Non-Profit) erklärt
wurde und das das ein Einzelauftritt ist. Für einen bezahlten
Auftritt oder eine Reihe davon bräuchte man wohl eine Arbeits-
erlaubnis und die ist i.M. wohl gar nicht zu bekommen. Aber auch
hier war alles mit ein paar freundlichen Worten erklärt.

Ankam dann
unser Restgepäck und das Gitarrenrack. Gitarre und Expander
*2* Tage später, da in LHR die Zeit zum Umladen nicht gereicht hat.
Als die Nachlieferung dann ankam, war beides zwar funktionsfähig,
die Verpackung sah aber so aus, als sei den Fragile Anhängern
nicht viel Beachtung geschenkt worden (fehlen taten sie auch).

Konzert war super.

Beim Rückflug
dann versuchten wir soviel als möglich ins Handgepäck zu bekommen,
was auf Gitarre und Bass hinauslief. Wiederum unglaubliches Gezicke
seitens der Gepäckaufgabe aber nach kurzen Hinweisen auf
Reisezeit des Gepäcks und den Zustand (Schadensmeldung ist geplant)
gab die Frau dann doch nach. Hier wurde auch (wie im ursprünglichen
Thread erwähnt) auf den Gate Check-In verwiesen. Sicherheitskontrolle
eher lasch.

Ankam dann
garnichts. Wiederum zu wenig Zeit in LHR (Wer plant eingentlich
solche Flüge?).

Fazit
Richtig einpacken und mit eher rauem Transport rechnen.
Soviel wie möglich in die Kabine.
Hindernis ist der Check-In.
Glück sollte man haben.

Nähere Nachfragen werden gerne beantwortet.

Einen fröhlichen Tag wünschend
LOBI



[key] Richtig Reisen mit Instrumenten, update

Autor: Musik



[key] Richtig Reisen mit Instrumenten, update

Autor: "Stefan Jaskulla"

Andreas Lobinger schrieb

> Hinflug
> [...]
> Ankam dann
> unser Restgepäck und das Gitarrenrack. Gitarre und Expander
> *2* Tage später, da in LHR die Zeit zum Umladen nicht gereicht hat.
> Als die Nachlieferung dann ankam, war beides zwar funktionsfähig,
> die Verpackung sah aber so aus, als sei den Fragile Anhängern
> nicht viel Beachtung geschenkt worden (fehlen taten sie auch).

> Beim Rückflug
> [...]
> Ankam dann
> garnichts. Wiederum zu wenig Zeit in LHR (Wer plant eingentlich
> solche Flüge?).
>
> Fazit
> Richtig einpacken und mit eher rauem Transport rechnen.
> Soviel wie möglich in die Kabine.
> Hindernis ist der Check-In.
> Glück sollte man haben.

Ist es denn wichtig, das das Equipment im gleichen Flieger wie die
Band ist? IOW: Möglicherweise wäre es eine gute Alternative, die
Instrumente per Kurierdienst an eine Empfangsadresse (vorausgesetzt,
es gibt eine vertrauenswürdige) am Zielort zu schicken.

Das kostet zwar etwas, aber Geld scheint ja in Eurem Fall keine
Rolle gespielt zu haben, wenn der Veranstalter Euch für einen
non-profit-Gig hat einfliegen lassen.

Das Bruchrisiko ist natürlich ebenfalls da, ich würde jedoch rein
gefühlsmäßig einem spezialisierten Kurier eher vertrauen, als einer
Airline, die Gepäck eher als notwendiges Übel mitnimmt. ;)

Gruß
Stefan



[key] Richtig Reisen mit Instrumenten, update

Autor: Christian Luther

Andreas Lobinger wrote:
> Konzert war super.

Glückwunsch!

SCNR,
Luther ;)



[key] Richtig Reisen mit Instrumenten, update

Autor: Andreas Lobinger

Aloha,

Frank Hucklenbroich schrieb:
> Für das Geld würde ich mir dann eher überlegen den ganzen Kram vor Ort zu
> mieten und nur die wichtigsten Dinge (Gitarren, Disketten fürs Keyboard)
> im Handgepäck mitzunehmen. Zumindest in den USA dürfte es kein Problem sein
> solche Sachen zu bekommen - man muß halt etwas Zeit einrechnen um alles zu
> konfigurieren (aber so hat es ja auch gedauert bis alles beisammen war).

Äh, genau das hatten wir ja auch gemacht. Aber für die Veranstalter
(auch Verleihfirma) war es nicht möglich alles zu besorgen.
(gegeben hat es u.a. 3(!) Mellotrons, B3+Leslie, Moog Taurus etc..)
Wir sind nur mit dem allernötigsten gereist.

Einen fröhlichen Tag wünschend
LOBI



[key] Richtig Reisen mit Instrumenten, update

Autor: Florian Anwander

Hallo Frank

> [extreme Frachkosten mit Paketdiensten]
Das kann ich nicht bestaetigen: Letztes Jahr hab ich einen Polymoog
(geschaetzte 25 Kilo) nach USA geschickt, und das hat wohl ca. 70 EUR
gekostet.

Florian



[key] Richtig Reisen mit Instrumenten, update

Autor: Hubert Barth

Andreas Lobinger wrote:

>Achim Göbel schrieb:
>> Frank Hucklenbroich wrote:
>> > ...das kostet nicht nur "etwas", sondern richtig viel. Schau mal auf den
>> > einschlägigen Seiten (DHL, UPS & Co.) nach was z.B. 20 kg Fracht von D in
>> > die USA kosten - da wird man bei dem von LOBI beschriebenen Equipment auf
>> > ein paar tausend (!) Euro kommen.
>> Meine Exportconnection sagte mir grade, daß man ca. 2,50 - 3,00 Euro/kg
>> rechnen muss um etwas nach USA zu verfliegen.
>
>Da sehen die Teile aber dann auch nachher so aus, wie mit reg. Gepäck
>geflogen?

Die Frachtfirmen gehen deutlich sorgfältiger mit den Sachen um, das
ist ihr tägliches Brot. Wer da Mist baut ist schnell weg vom Fenster.

Gruß
--
Hubert Barth
http://www.bigbands.de