Re: Anfängerfrage zur Noten/Kompositionslehre - Akkkorde ?
Hallo,
> Nun weiß ich aber das durch zuhilfenahme von Akkorden (also mehrere
> Noten gespielt auf einmal), eine Melodie viel voller klingt, als wenn
> immer nur eine Note spielt.
>
> Nun klingt das ganze aber trotzdem Scheisse, sollte ich die ganze
> Melodie mit nur einem Akkord spiele.....
>
> Also meine Frage : Wie find ich also die passende Akkordbegeleitung
> für meine Melodie !?
Also mit der Frage habe ich meine letzten zwei/drei Schuljahre in Musik
verbracht und bin in den Anfängen geblieben.
Du kennst den Quintenzirkel? Bedien Dich der "umliegenden" Tonarten.
Ist
also Deine Melodie C-Dur, so nimm den F-Dur und den G-Dur Akkord dazu.
Einfachste Regel: leg den Akkord zur Melodie, von dem ein Ton in Deiner
Melodie vorkommt.
Es gibt noch viel viel mehr Regeln zu beachten, damit diese Aktion nicht
chinesisch klingt. Leider kenne ich kein gutes Buch, dass sie einem
erklärt,
da ich den Vorteil eines lebendigen Lehrers hatte, der auf meinem Vorwissen
perfekt aufbauen konnte.
Gruß Sonja
Re: Anfängerfrage zur Noten/Kompositionslehre - Akkkorde ?
Re: Anfängerfrage zur Noten/Kompositionslehre - Akkkorde ?
Oliver Zenker wrote:
> Also meine Frage : Wie find ich also die passende Akkordbegeleitung
> für meine Melodie !?
>
Das ist "frequently asked"! Und gibt schon ein paar Antworten dazu
unter:
http://www.drm-machen.de/tharmon.html
Viel Glück!
--
Hans Straub
http://home.datacomm.ch/straub
Re: Anfängerfrage zur Noten/Kompositionslehre - Akkkorde ?
Oliver Zenker wrote:
> Also meine Frage : Wie find ich also die passende Akkordbegeleitung
> für meine Melodie !?
hier ist die erste Anlaufstelle: http://www.drm-machen.de/tharmon.html
und hier mal ein paar einfache Worte von mir zum Thema:
Wichtig ist erstmal, das die Melodie fuer sich anstaendig klingt. Nimm
zum Beispiel Beatles Stuecke. Da passen die Melodien. Wenn die Melodie
Sch*** ist machst du auch nichts mehr mit Akkorden. Um das ganze dann
zu harmonisieren, kommst du um die Kenntnisse zumindest der
Harmonielehre, besser der Arangiertechnik nicht herum. Ein
Herangehensweise waere, zu bestimmen ob man das Stueck einer (oder
mehrere) Tonarten zuordnen kann. Hat es einen Mollcharakter oder eher
einen Durcharakter (paralle Tonarten; zb. Amoll Cdur). Die Melodie
sollte man dann in Takte einteilen. Ist die Melodie genau einer Tonart
zuzuordnen, kann man versuchen, das ganze fuer den Anfang mit den
Hauptdreiklaengen zu erschlagen (welche Noten hab ich zwischen den
jeweiligen Taktstrichen? Sind das Noten von einem oder mehreren
Hauptdreiklaengen) Hab ich das irgenwie hingepfrimelt *bg*; begleite
ich die Melodie mit einem Harmonieinstrument (aka Gitarre oder Piano).
Klingt das ganze nicht falsch, hat man die ersten Anhaltspunkte und
koennte sich an den Feinschliff machen *eg* Solche Fragen wie: in
welchem musikalischen Kontext (Singer/Songwriter, Jazz, Pop, Rock) soll
das ganze gespielt werden. Danach richtet sich naehmlich das
Arrangement.
bye Maddin
Re: Anfängerfrage zur Noten/Kompositionslehre - Akkkorde ?
"Oliver Zenker" schrieb im Newsbeitrag
> Hallo, ich versuche seit einiger Zeit eher elektronische Musik mit
> Hilfe von Reason und Fruity Loops zu "komponieren".
*graus-schüttel*
Mit solchen Programmen würd ich nie im Leben versuchen zu
"komponieren" ;-))
Versuchs mal mit Cubase oder Logic, wenns schon Midi/Sequencer sein soll.
> Nur leider habe ich Probleme ne richtige Melodie hinzubekommen, was
> ich leider auf mein nichtwissen in musiktheoretischen Grundlagen
> zurückführen muß.
Am besten mal Bücher zum thema Harmonielehre oder Grundlagen der
Musiklehre
lesen (kaufen, ausleihen etc.) ... z.B. "Christoph Hempel - Allgemeines
Musiklehre", etwas klassischer, Axel Jungbluth "Jazz -
Harmonielehre" für
Leute dies jazziger mögen
> Also, nehmen wir an ich habe eine grandiose Idee für eine Melodie in
> meinem Kopf, nun versuche ich mit meinen primitiven Mitteln, eben
> diese meldodie im MidiEditor von Fruity/Reason "nachzuspielen".
Sie spielen oder gar singen zu können, ist immer ein guter Ansatz, um
Melodien weiter verarbeiten zu können.
> So weit so gut, nur klingt das ganze etwas dürftig weil ich das ganze
> nicht Polyphon sonder Monophon einspiele, sprich die Melodie ist
> einfach nur ein verkettung von einzelnen Noten.
Das haben Melodien so an sich ;-)
> Nun weiß ich aber das durch zuhilfenahme von Akkorden (also mehrere
> Noten gespielt auf einmal), eine Melodie viel voller klingt, als wenn
> immer nur eine Note spielt.
Muss nicht sein. Eine adäquate Begleitung bewirkt ähnliches, selbst
wenn die
eigentliche Melodie homophon ist. Wenn dir die Satztechniken fehlen, bedien
dich vielleicht erstmal einfachen harmonischen Mitteln, einfach Rock- &
Pop-Patterns mit den Grundakkorden.
Wenn du allerdings einen richtigen polyphonen Satz haben willst, lies dich
mal etwas warm mit Arrangiertechniken á la Peter Herborn "Jazz
Arrangement",
Bill Dobbins "Jazz Arrangement & Komposition" und Nestico
"Der
professionelle Arrangeur".
Oder eben nach Gehör ;-)
> Nun klingt das ganze aber trotzdem Scheisse, sollte ich die ganze
> Melodie mit nur einem Akkord spiele.....
Hehe ...
> Also meine Frage : Wie find ich also die passende Akkordbegeleitung
> für meine Melodie !?
Lesen, ausprobieren, wieder lesen, wieder ausprobieren. Es gibt einige
Rezepte, aber nicht alle klingen auf anhieb und bei jedem Musikstil. Alle
oben genannten Bücher sind sicher gute Hilfsmittel, aber das Allheilmittel
für jedes Problem findet man da auch nicht.
Kannst ja mal nen Link mit deiner Melodie ins Netz stellen, vielleicht kann
dir hier ja einer praktische Hilfe leisten (und die Melodie oder einen Teil
davon mal aussetzen). Immerhin biste dann bei einem konkreten Problem und
aus der Schiene der FAQ raus ... wer zu wenig konkret fragt, kriegt
bekanntlich auch immer nur allgemeingültige Antworten ;-)
Gruss,
Dennis.
Re: Anfängerfrage zur Noten/Kompositionslehre - Akkkorde ?
> *graus-schüttel*
> Mit solchen Programmen würd ich nie im Leben versuchen zu
"komponieren" ;-))
> Versuchs mal mit Cubase oder Logic, wenns schon Midi/Sequencer sein soll.
Also ich weiss nicht, was Du gegen Reason hast. Ich persönlich arbeite
fast nur damit und komme ganz hervorragend damit zurecht.
Ich stehe vielmehr auf dem Standpunkt, dass ein schlechter Geiger auch
auf einer Stradivari sch....e klingt. Das Instrument ist nicht alles.
Oder noch anders: Kunst kommt von Können, nicht von wollen. Sonst hiesse
es Wulst...;-)
Grüsse
Frank
Re: Anfängerfrage zur Noten/Kompositionslehre - Akkkorde ?
Hallo Martin,
> Wichtig ist erstmal, das die Melodie fuer sich anstaendig klingt.
> [...] Wenn die Melodie Sch*** ist machst du auch nichts mehr mit
> Akkorden.
Obwohl... aus meiner Vergangenheit als gelegentlicher
Vertretungsorganist erinnere ich mich an so einige Fälle (Stichwort
"Kirchenlied komma modernes"), wo ich in der Vorbereitung arg knobeln
mußte, dann aber die an sich recht ziellosen Melodien dergestalt in
stimmige harmonische Zusammenhänge fassen konnte, daß es auch der
Gemeinde einleuchtete und fürs Selbersingen weiterhalf.
Es grüßt
Christian
Re: Anfängerfrage zur Noten/Kompositionslehre - Akkkorde ?
Dennis Becker schrieb:
> "Christoph Hempel - Allgemeines Musiklehre",
Okay, sicher geeignet.
> Axel Jungbluth "Jazz - Harmonielehre"
> Peter Herborn "Jazz Arrangement",
> Bill Dobbins "Jazz Arrangement & Komposition"
> Nestico "Der professionelle Arrangeur".
Alles gute Literatur, aber zu schwer für den Fragesteller, so wie er seine
Musiktheoriekenntnisse dargestellt hat. Außerdem ging es in erster Linie
um
Harmonisation, und da helfen die Arrangierbücher kaum weiter, weil in
ihnen
keine Harmonisationsverfahren diskutiert werden.
Wenns überhaupt jazzig sein soll, würde ich zum Einstieg von Wolf
Burbat
"Die Harmonik des Jazz" empfehlen, siehe
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3423301406/booksnewasin/302-8805591-3254448
Eine gute Übersicht zum Thema gibts auf
http://www.freissler.at/BooksDE/PopKulturMedien/Templ004Page012005de.html.
Harald
Re: Anfängerfrage zur Noten/Kompositionslehre - Akkkorde ?
* Dennis Becker [Wed, 2 Jul 2003 14:06:48 +0200] schrieb:
>
>
> Ich hab auch zunächst überlegt, ob ich ihm Jazzliteratur
empfehlen soll,
> aber da Dobbins schon recht allgemein ist, und Nestico noch etwas mehr,
> dacht ich, kann man ja mal nennen. Das es viele Bücher mit
ähnlich
> wohlklingend theoretischen Titeln auch tun, ist mir klar. Ich hab halt die
> genannt, die mir geholfen haben bei genau der selben Frage. Ich weiss net,
> wie viele Links Google rauswirft, wenn man Harmonisation eingibt ... aber
> nen Versuch wäre auch das mal wert.
Sowohl Dobbins als auch(gerade) Sammy Nestico sind wohl eher etwas für
Menschen mir u.U. *reichlich* Vorkenntnissen...
Für Anfänger gibt es allerdings jede Menge Literatur,
Von "Selber Songschreiben" bis
Arrangieren für Anfänger...
Für ganz Faule ;)
Die Melodie in Band-in-A-Box importieren und
automatisch harmonisieren zu lassen,
wenn gewünscht ist *afaik* auch ein Arrangement erstellbar,
welches die Melodie mehrstimmig setzt...
oder aber
Gucke mal beim Schott-Verlag
Arrangieren in Rock, Pop und Jazz
¤19.95
oder fahr mal, wenn möglich, zu Musik-produktiv in
die Noten-Abteilung ist sehr gut sortiert;
oder irgendein anderes, gut sortiertes Musikgeschäft,
evtl. Jellinghaus in Dortmund.
die haben jede Menge Literatur zu dem Thema und du kannst mal ein paar
Sachen anlesen. Das würde dir auch helfen etwas für dich passendes zu
finden...
(
Für Dennis
Etwas Trivialliteratur:
Mark Levine "Das Jazz-Theorie Buch"
Andy Jaffe Jazz Harmony
David Liebman A Chromatic Approach to Jazz Harmony and Melody
SCNR , nix für ungut ;)
)
mfG Peter