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Re: Spielen fürs Publikum?

Autor: "Andreas Jaeger"

Robert Wachinger schrieb:
> Daniel Roesen wrote:
> > Ich dachte Du spielst fuer ein Publikum?
>
> Als Amateur spiele ich nicht nur "fürs Publikum", sondern erst mal
> für mich selber. Dazu gehört dann aber auch das entsprechende
> Feedback durch die Leute ... (das natürlich ausbleibt, wenn die
> PA - sagen wir mal - "egozentrisch" eingestellt ist ;-))
>
> "Fürs Publikum" wird z.B. die Bierzeltmusik auf dem Oktoberfest,
> oder auch Schlagermusik, "Tanzmusik" usw. gespielt. Alles nichts, was
> mich als Musiker so anspricht, daß ich sowas gerne spiele ...
>
> Eure Meinung dazu?

Auch wenns hart klingt: Musik ohne Publikum ist tot.

Wenn ich fuer mich selber musizieren will kann ich das wunderbar und so
oft ich will daheim. Ich kann auch mit den Jungs im Proberaum spielen um
fuer mich diesen Bandsound zu haben. Alles wunderbar. Aber wenn ich
auftrete, also mich einem Publikum stelle, und dann nicht zuerst ans
Publikum denke - warum trete ich dann auf? Wozu will ich dann ein
Publikum dahaben? Damit sie mich vergoettern, bewundern und verehren
fuer meine Egoshow? (Nein - das war keine Unterstellung sondern ganz
allgemein gesprochen)

Ein Livekonzert lebt von drei Faktoren
- Musiker
- Musik (inkl. Phaenomene wie "Klang" und "Ambiente")
- Publikum

Fehlt einer, ist das Ganze eine Farce. Eine Posse.

Meine Meinung :)


Andreas, zumeist Hobbymusiker
--
www.silent-lucidity.de / www.funkyflow.de
prog / cover



Re: Spielen fürs Publikum?

Autor: Musik



Re: Spielen fürs Publikum?

Autor: "Andreas Jaeger"

Matthias Warkus schrieb:

> 28 Jun 2003 15:52:31 GMT, message by
> Adrian Knoth :
> > Dann geht das zum Pult und dort wird der Sound für die PA fertig
> > gemacht. Im Aux-Weg kommt das Signal zurück. Für jeden Musiker
> > einzeln (separate Aux-Wege), nur dessen jeweiliges Instrument.
> > Auf der Bühne kann sich jeder einen Mix aus Stereo-Summe, Ticker
> > und seinem Aux-Kanal für das
>
> Was darf ich mir darunter denn vorstellen? Spielt ihr live mit
> Clicktrack? *grusel*

Es spielen viele live mit Click. Haben wir auch jahrelang gemacht fuer
die Samples und die paar Keyboardpassagen wegen derer sich kein
Keyboarder lohnt, die wir aber live nicht missen moechten. Da muss man
sich halt etwas konzentrieren aber voll bei der Sache zu sein hat noch
keinem Konzert geschadet ;)


Andreas
--
www.silent-lucidity.de / www.funkyflow.de
prog / cover



Re: Spielen fürs Publikum?

Autor: Niels Ott

Martin Bochmann wrote:
> Ach was. War es gut, war es die Band, war es schlecht, war es der
> Tonmann. Scheint ein ehernes Gesetz zu sein.

"If you liked my music, Im Kieran Halpin. If not, my name is David
Hasselhoff" (Kieran Halpin on Stage)

Niels

--
Je mehr Käse, desto mehr Löcher. Je mehr Löcher, desto weniger Käse. -> Je
mehr Käse, desto weniger Käse.
-> http://tomixyz.de/niels/ -> http://band.quexilver.de/



Re: Spielen fürs Publikum?

Autor: Erhard Schwenk

Robert Wachinger wrote:


> Als Amateur spiele ich nicht nur "fürs Publikum", sondern erst mal
> für mich selber. Dazu gehört dann aber auch das entsprechende
> Feedback durch die Leute ... (das natürlich ausbleibt, wenn die
> PA - sagen wir mal - "egozentrisch" eingestellt ist ;-))

Solang Du das in Deinem Keller machst und andere damit nicht belästigst
- kein Problem.

Spätestens, wenn das Publikum aber Eintritt bezahlt, hat es einen
Anspruch erworben, den Du gefälligst zu erfüllen hast, denn dafür wirst
Du bezahlt. Fürs "Für Dich selbst spielen" bezahlt Dich defakto niemand.


--
Erhard Schwenk

Akkordeonjugend Baden-Württemberg - http://www.akkordeonjugend.de
K-ITX Webhosting - http://webhosting.k-itx.net



Re: Spielen fürs Publikum?

Autor: "Werner \"Soulmatic\" Hammer"

"Andreas Jaeger" schrieb im Newsbeitrag
news:bdq157$vgtsp$1@ID-50036.news.dfncis.de...
> Robert Wachinger schrieb:
> > Daniel Roesen wrote:
> > > Ich dachte Du spielst fuer ein Publikum?
> >
> > Als Amateur spiele ich nicht nur "fürs Publikum", sondern erst mal
> > für mich selber. Dazu gehört dann aber auch das entsprechende
> > Feedback durch die Leute ... (das natürlich ausbleibt, wenn die
> > PA - sagen wir mal - "egozentrisch" eingestellt ist ;-))
> >
> > "Fürs Publikum" wird z.B. die Bierzeltmusik auf dem Oktoberfest,
> > oder auch Schlagermusik, "Tanzmusik" usw. gespielt. Alles nichts, was
> > mich als Musiker so anspricht, daß ich sowas gerne spiele ...
> >
> > Eure Meinung dazu?
>
> Auch wenns hart klingt: Musik ohne Publikum ist tot.
>
> Wenn ich fuer mich selber musizieren will kann ich das wunderbar und so
> oft ich will daheim. Ich kann auch mit den Jungs im Proberaum spielen um
> fuer mich diesen Bandsound zu haben. Alles wunderbar. Aber wenn ich
> auftrete, also mich einem Publikum stelle, und dann nicht zuerst ans
> Publikum denke - warum trete ich dann auf? Wozu will ich dann ein
> Publikum dahaben? Damit sie mich vergoettern, bewundern und verehren
> fuer meine Egoshow? (Nein - das war keine Unterstellung sondern ganz
> allgemein gesprochen)

Von meinem Standpunkt: um mich mit dem Publikum zu unterhalten.
Dies in der doppelten Bedeutung des Wortes.
Als Künstler teilt man sich dem Publikum mit. Man hat im musikalischen Sinne
etwas zu sagen. Und das Publikum sagt einem auch etwas (z.B. in Form von
tief fliegenden Tomaten, Bierflaschen oder ähnlichem :) Nach meinen
Erfahrungen waren die Konzerte immer am besten, wo wir am ehrlichsten zu uns
selbst und dem Publikum waren.
Ärgert man sich über etwas (ja, auch z.B. über den vermeintlichen schlechten
eigenen Sound), so wird das Publikum es spüren. Und die Frage ist dann halt
auch, ob man wirklich ein so guter Schauspieler ist, dies zu überdecken...
Gerade dann, wenn man FÜR das Publikum spielt, muß man sich selbst in einer
einigermassen guten mentalen Konstitution befinden.
Weshalb trennten/ und trennen sich denn so viele gute "profi"-Bands? Wenns
nur um die Profession ginge, wäre es doch über Geld leicht zu regeln.
Es menschelt halt so wie an keiner andern Stelle wie auf der Bühne...
Die Stichworte sind ja auch schon gefallen: Respekt, Kommunikation klärende
Gespräche möglichst kein Aufschneiden - das macht das Leben, zumal im
Bühnenbereich leichter :)

--
See you

Werner "Werner" Hammer
Soulmatic
finen phunky soul stuff
http://www.soulmatic.com



Re: Spielen fürs Publikum?

Autor: "Thomas Brandt"

"Daniel Roesen" schrieb:
> Meistens korrelliert "unwissender Drummer" recht gut mit "akustische
> Probleme mit dem Drumkit". Mit den besten Drummern mit denen ich
> bisher zusammengearbeitet habe, habe ich *nie* Stress gehabt.

Warum auch... die haben Ahnung...

> Am
> EQ musste ich auch hoechstens Nuancen aendern. Gates um uebermaessiges
> Nachwummern zu kappen? Nie. Toms die in der Abklingphase drei Ganztoene
> abfallen? Nie. :-)

Ähhm... *biooooong* meine Güte... wie bekommt man sowas hin? Meine
werden leiser... mehr nicht... wüßte nicht, wie man sowas hinbekommt...
da müßte sich die Fellspannung ändern.

Gruß Thomas


--
Zyniker: Ein Mensch, der wenn er
Blumen riecht, schon Ausschau
nach einem Sarg hält.
(Henry Louis Mencken)



Re: Spielen fürs Publikum?

Autor: Daniel Roesen

* Thomas Brandt :
>> Am
>> EQ musste ich auch hoechstens Nuancen aendern. Gates um uebermaessiges
>> Nachwummern zu kappen? Nie. Toms die in der Abklingphase drei Ganztoene
>> abfallen? Nie. :-)
>
> Ähhm... *biooooong* meine Güte... wie bekommt man sowas hin?

Nicht ordentlich gestimmt.


Gruss,
Daniel



Re: Spielen fürs Publikum?

Autor: "Thomas Brandt"

"Daniel Roesen" schrieb:
> > Ähhm... *biooooong* meine Güte... wie bekommt man sowas hin?
>
> Nicht ordentlich gestimmt.

Hmmm... das geht fast gar nicht... außer der Typ ist wirklich selten
dämlich und stimmt das Ding nicht gleichmäßig. Ansonsten müßte sich die
Fellspannung ändern... *kopfkratz*

egal...

Gruß Thomas

--
Gut und Böse verlieren ihre Bedeutung
,wenn man den Unterschied zwischen
richtig und falsch kennt
Granny Weatherwax (Hexe)



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